FlaRak Wolchow Stellungen der Russen in Ostdeutschland

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AndreM1965
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Re: FlaRak Wolchow Stellungen der Russen in Ostdeutschland

Beitrag: # 1032Ungelesener Beitrag AndreM1965
Do 10. Dez 2020, 20:17

Gebiet Cörmigk und Gerlebogk 1973

Quelle Luftbild: U.S. Geological Survey
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AndreM1965
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Re: FlaRak Wolchow Stellungen der Russen in Ostdeutschland

Beitrag: # 1033Ungelesener Beitrag AndreM1965
Do 10. Dez 2020, 21:00

andreaswagner hat geschrieben: Mi 9. Dez 2020, 23:14 Danke für die Bilder!
Auf dem ersten ist die Auflösung nicht hoch genug für weitere Untersuchung. Mich interessieren die Bereiche in den Kästen, aber auch das Gebiet, welches weiter rechts unten liegt, ausserhalb des Bildes.
Ich schaue demnächst mal was ich da noch habe. Kannst mich ruhig mal zwischendurch erinnern. Aber an eine S-75 Stellung glaube ich dort nicht.

andreaswagner
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Re: FlaRak Wolchow Stellungen der Russen in Ostdeutschland

Beitrag: # 1034Ungelesener Beitrag andreaswagner
Fr 11. Dez 2020, 11:34

wunderschöne Winterlandschaft, zu diese Zeit keine deutlichen Spuren in der vermuteten Stellung (orange)
Zur Orientierung habe ich um die später angelegte "Newa"-Stellung einen roten Kasten gezogen.
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andreaswagner
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Re: FlaRak Wolchow Stellungen der Russen in Ostdeutschland

Beitrag: # 1035Ungelesener Beitrag andreaswagner
Fr 11. Dez 2020, 11:38

In der anderen Aufnahme kann man noch Reste einer "Wolchow"-Stellung erkennen.
Die "Newa"-Stellung habe ich wieder rot umrandet.
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andreaswagner
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Re: FlaRak Wolchow Stellungen der Russen in Ostdeutschland

Beitrag: # 1036Ungelesener Beitrag andreaswagner
Fr 11. Dez 2020, 11:44

Und so sieht es heute aus. Von der Grösse und Lage passt alles, aber es ist kaum noch was zu sehen!
Quelle: Google Earth
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andreaswagner
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Re: FlaRak Wolchow Stellungen der Russen in Ostdeutschland

Beitrag: # 1037Ungelesener Beitrag andreaswagner
Fr 11. Dez 2020, 12:00

Noch etwas grundsätzliches. Aus den russischen Unterlagen gehen Einheiten und Lage der Stäbe hervor. Da findet man dann keine oder nur selten genaue Hinweise auf die Lage der Startstellung. Ob dann in der Erinnerung der Soldaten oder der nachträglich zugänglich gemachten Dokumentation immer alles zu finden ist, wage ich zu bezweifeln.
Deshalb bemühe ich auch die BW Aufklärungsdaten. Da wissen wir dann aber nicht, ob es eine Manöverstellung oder Theaterstellung mit zeitweiligem Radarfunk, oder eine reine Radarfrühwarnstellung war. Wenn dann aber später in der Nähe eine Stellung mit besserer Technik aufgebaut wurde, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass doch vorher eine andere Stellung genutzt wurde.

AndreM1965
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Re: FlaRak Wolchow Stellungen der Russen in Ostdeutschland

Beitrag: # 1044Ungelesener Beitrag AndreM1965
Fr 11. Dez 2020, 19:46

andreaswagner hat geschrieben: Fr 11. Dez 2020, 11:38 In der anderen Aufnahme kann man noch Reste einer "Wolchow"-Stellung erkennen.
Die "Newa"-Stellung habe ich wieder rot umrandet.
Dann gehörte diese S-75 Stellung zu den Regimentern, welche später die Grundlage für die 163. Fla-Raketenbrigade bildeten.

AndreM1965
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Re: FlaRak Wolchow Stellungen der Russen in Ostdeutschland

Beitrag: # 1045Ungelesener Beitrag AndreM1965
Sa 12. Dez 2020, 16:27

Magdeburg 1966

Quelle Luftbild: U.S. Geological Survey
Magdeburg S-75 Stellung (472.) im Jahr 1966.jpg
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AndreM1965
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Re: FlaRak Wolchow Stellungen der Russen in Ostdeutschland

Beitrag: # 1046Ungelesener Beitrag AndreM1965
Sa 12. Dez 2020, 16:27

Burg 1966

Quelle Luftbild: U.S. Geological Survey
Burg 1966.jpg
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andreaswagner
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Re: FlaRak Wolchow Stellungen der Russen in Ostdeutschland

Beitrag: # 1058Ungelesener Beitrag andreaswagner
So 13. Dez 2020, 21:37

Die Stellung in Magdeburg ist vorbildlich, aber es gab auch "verzerrte" Stellungen. Die lassen sich dann nicht mehr von "Krug" oder "Kub" Stellungen der 70er Jahre unterscheiden, welche auch hinter Splitterschutz-Wällen, kreisförmig angelegt waren.
hier eine "verkorkste" NVA "Wolchow" Stellung :) ;) beim Ort Rauen

Ich vermute hier folgenden Grund: Es gab eine alte Flak-Stellung (roter Pfeil) mit entsprechender Infrastruktur. Daher wollte man mit der FlaRak-Stellung in der Nähe bleiben!
Der See (blauer Pfeil) erlaubte keine übliche Anlage.
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andreaswagner
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Re: FlaRak Wolchow Stellungen der Russen in Ostdeutschland

Beitrag: # 1059Ungelesener Beitrag andreaswagner
So 13. Dez 2020, 21:45

ein bisschen mehr "Land" drumherum, und ich könnte die heutige Lage bestimmen 8-)

AndreM1965
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Re: FlaRak Wolchow Stellungen der Russen in Ostdeutschland

Beitrag: # 1061Ungelesener Beitrag AndreM1965
Mo 14. Dez 2020, 20:48

Altengrabow 1970

Quelle Luftbild: U.S. Geological Survey
S-75 Stellung Altengrabow 1970.jpg
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AndreM1965
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Re: FlaRak Wolchow Stellungen der Russen in Ostdeutschland

Beitrag: # 1062Ungelesener Beitrag AndreM1965
Mo 14. Dez 2020, 20:53

Gardelegen 1969

Quelle Luftbild: U.S. Geological Survey
S-75 Stellung Gardelegen.jpg
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andreaswagner
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Re: FlaRak Wolchow Stellungen der Russen in Ostdeutschland

Beitrag: # 1063Ungelesener Beitrag andreaswagner
Mo 14. Dez 2020, 22:36

Die Pos. der Stellung Burg habe ich gefunden; schöne Herausforderung wenn der Bildausschnitt so klein ist. :lol:
Gleiche Bodenstrukturen habe ich auf beiden Bildern blau hervorgehoben. Die große Kaserne ist bis auf 3 Häuser abgerissen.(Solarfeld)
Die Bodenerhebungen der ehem. Stellung sind geschliffen, eine Zufahrt zum künftigen Industrie- oder Hausbaugelände angelegt.
Bildquelle: Google Earth
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andreaswagner
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Re: FlaRak Wolchow Stellungen der Russen in Ostdeutschland

Beitrag: # 1064Ungelesener Beitrag andreaswagner
Mo 14. Dez 2020, 22:39

Und hier die Lage im Großraum Burg:
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sapusk
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Re: FlaRak Wolchow Stellungen der Russen in Ostdeutschland

Beitrag: # 1087Ungelesener Beitrag sapusk
Mo 11. Jan 2021, 19:48

AndreM1965 hat geschrieben: Fr 11. Dez 2020, 19:46
andreaswagner hat geschrieben: Fr 11. Dez 2020, 11:38 In der anderen Aufnahme kann man noch Reste einer "Wolchow"-Stellung erkennen.
Die "Newa"-Stellung habe ich wieder rot umrandet.
Dann gehörte diese S-75 Stellung zu den Regimentern, welche später die Grundlage für die 163. Fla-Raketenbrigade bildeten.
Die hatte keine S-75, die hatten in der DDR immer nur S-125.

sapusk
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Re: FlaRak Wolchow Stellungen der Russen in Ostdeutschland

Beitrag: # 1088Ungelesener Beitrag sapusk
Mo 11. Jan 2021, 20:16

andreaswagner hat geschrieben: Fr 30. Okt 2020, 11:31 Meine Analyse dazu:

Die Ortsangabe der Amerikaner ist falsch. Das läßt darauf schließen, dass sie am Boden Mühe hatten die Kaserne mit der Position der FlaRak-Stellung zuzuordnen. Richtig wäre ja die Bezeichnung für die FlaRak-Stellung gewesen: Gera-Roschütz.
Anscheinend war es für die Amerikaner auch schwer gewesen, die Anlage überhaupt zu finden, was auf eine sehr gute Tarnung durch die Russen hindeutet. Diese hatten der Anlage nicht die typische 6-eckige Form gegeben, was platzmässig durchaus möglich gewesen wäre. Von Norden und Westen war die Stellung wegen der vorgelagerten Kaserne nicht zu sehen. Nach Süden und Osten zum Dorf Roschütz hin, wurde ein hoher Erdwall errichtet. Die Anlage wird auch nach oben gut getarnt gewesen sein.
Wenn du nichts dagegen hast ein paar gegenteilige Informationen dazu. Zunächst, es gab in der DDR ungefähr 45 Flugabwehrstellungen der sowjetischen Streitkräfte mit der S-75. Jede einzelne war den westilchen Nachrichtendienste auf den Meter genau bekannt. Unbekannt blieben mehrheitlich die Regimentsnummern sowie welche Stellung zu welchen Regiment gehörte und wo sich der Regimentsstab befand. Auch die Standorte der technischen Abteilungen sind nie vollständig bekannt geworden. Alle diese Informationen konnte nur fragmentarisch beschafft werden. Wo die Stellungen waren, das war bekannt. Zumeist war es so das die Signaturen der abstrahlenden Stationen erfasst wurden und über Peilung konnte der Standort dann bestimmt werden. Diese Angaben wurden mit Bildern aus dem Weltraum abgeglichen. Gleichzeitig haben sich die - sofern möglich - alliierten Militärverbindungsmissionen vor Ort umgeschaut. Natürlich konnten sich die westliche Nachrichtendienste noch auf eine Vielzahl weiterer Informationen stützen um das Lagebild zu vervollständigen. Die Struktur scheint ständigen Veränderungen unterworfen gewesen zu sein und das kann das kleine Chaos auf westliche Seite erklären.

Du kannst das Bundesarchiv in Koblenz besuchen und den Bestand des BND durchsuchen, dort findest du massenweise Angaben zu den sowjetischen Stellungen S-75. Unter anderen auch zu S-75.

Problematisch sind die Ausbildungs- bzw. Übungsstellungen. Ich denke das es sowas tatsächlich gegeben hatte. Eine gute Recherchehilfe sind hier die digitalen Geländedarstellungen der einzelnen Bundesländer. Damit kann man natürlich auch noch alles andere finden.

Mit den heutigen Hilfsmitteln ist das alles sehr leicht herauszufinden. Wonach du suchen musst weißt du ja selbst am besten.

sapusk
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Re: FlaRak Wolchow Stellungen der Russen in Ostdeutschland

Beitrag: # 1089Ungelesener Beitrag sapusk
Mo 11. Jan 2021, 20:18

andreaswagner hat geschrieben: So 13. Dez 2020, 21:37 Die Stellung in Magdeburg ist vorbildlich, aber es gab auch "verzerrte" Stellungen. Die lassen sich dann nicht mehr von "Krug" oder "Kub" Stellungen der 70er Jahre unterscheiden, welche auch hinter Splitterschutz-Wällen, kreisförmig angelegt waren.
hier eine "verkorkste" NVA "Wolchow" Stellung :) ;) beim Ort Rauen

Ich vermute hier folgenden Grund: Es gab eine alte Flak-Stellung (roter Pfeil) mit entsprechender Infrastruktur. Daher wollte man mit der FlaRak-Stellung in der Nähe bleiben!
Der See (blauer Pfeil) erlaubte keine übliche Anlage.
Was du da mit rot markierst könnte ein FlaK-Stellung oder die Übungsstellung gewesen sein. In frühren Jahren gab es so etwas.

sapusk
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Re: FlaRak Wolchow Stellungen der Russen in Ostdeutschland

Beitrag: # 1090Ungelesener Beitrag sapusk
Mo 11. Jan 2021, 20:34

AndreM1965 hat geschrieben: Mi 2. Dez 2020, 11:32 Plus der Stellungen der Fla-Raketenregimenter (wahrscheinlich vier), welche der 16. Luftarmee unterstellt waren und später zur 157. und 163. Fla-Raketenbrigade umformiert und auf die S-125 umgerüstet wurden.
Diese vier Regimenter sind mit S-125 in die DDR verlegt worden. Wenig später erfolgte die Umformierung zu den genannten Brigaden. Aus Stendal, Stahnsdorf, Güstrow und Leipzig wurden Leipzig und Güstrow.

sapusk
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Re: FlaRak Wolchow Stellungen der Russen in Ostdeutschland

Beitrag: # 1091Ungelesener Beitrag sapusk
Mo 11. Jan 2021, 20:38

AndreM1965 hat geschrieben: Di 1. Dez 2020, 19:40 Auf dem Territorium der DDR wären für uns nur die S-125 Stellungen der 157. und 163.Fla-Raketenbrigade interessant, welche ab 1967 hinzu kamen. Wahrscheinlich wurden diese beiden Brigaden aus Fla-Raketenregimentern umformiert, welche mit der S-75 bewaffnet waren. Die S-75 Stellungen wurden nicht weitergenutzt und wahrscheinlich wurden für die S-125 neue Stellungen ausgebaut.
Die geäußerte Annahme trifft nicht zu. Die vier Regimenter mit S-125 Newa kamen aus der Sowjetunion direkt in die DDR.

sapusk
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Re: FlaRak Wolchow Stellungen der Russen in Ostdeutschland

Beitrag: # 1092Ungelesener Beitrag sapusk
Mo 11. Jan 2021, 20:47

andreaswagner hat geschrieben: So 15. Nov 2020, 17:35Die SU zog ihre Systeme schon sehr früh wieder aus der DDR ab, weil sie hier chancenlos waren!
Ich gehe davon aus, dass die SU diese Systeme dann in alle Welt verkaufte, auch einen Teil der in der UdSSR aufgestellten.
Begründung: Wären die S-75 Systeme in der UdSSR genau wie die der NVA bis ca. 1990 betrieben worden, könnten wir diese heute deutlicher erkennen!
Aber die Stellungen in der UdSSR sind genauso schwer zu erkennen wie die S-75 Stellungen der SU in der DDR, also ca. zur gleichen Zeit aufgegeben!
Das letzte sowjetische Regiment mit S-75 in der DDR wurde um 1974 abgezogen, aufgelöst oder umformiert.

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Re: FlaRak Wolchow Stellungen der Russen in Ostdeutschland

Beitrag: # 1093Ungelesener Beitrag sapusk
Mo 11. Jan 2021, 20:52

andreaswagner hat geschrieben: Sa 14. Nov 2020, 15:33 Der Pilot V. Belenkow, der mit einer MiG 25 nach Japan geflohen war, sagte dass es in der SU Theater Einrichtungen gab. Die Stellung sah echt aus, hatte auch eine Bezeichnung, aber es gab dort eben keine funktionale Technik. Es gab zumindest in den 60er und 70er Jahren sogar komplette Theater Fliegerstützpunkte. Belenkow und seine Fliegerkollegen wurden von Zeit zu Zeit abkommandiert um dort Theater zu spielen! Sie mussten Attrappen von Flugzeugen verschieben um Flugbetrieb vorzutäuschen.
Falls das in einem Buch nachlesbar ist, kannst du Titel usw. angeben?

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Re: FlaRak Wolchow Stellungen der Russen in Ostdeutschland

Beitrag: # 1094Ungelesener Beitrag sapusk
Mo 11. Jan 2021, 20:58

andreaswagner hat geschrieben: Sa 7. Nov 2020, 00:25 Hallo Andre,

habe da verräterische Spuren entdeckt. Sollte eine Wolchow-Stellung gewesen sein, meine ich.
Das Areal liegt zwischen den Ortschaften: Bentwisch und Schilde.
Was weisst du dazu? Könnte das in deinen Augen eine FlaRak Stellung gewesen sein?
Gab es in der Gegend so etwas? Hast du da Luftbilder?

Gruss
Andreas
Dieser Standort ist mir als Stellung des Regimentes aus Perleberg bekannt das Kub benutzt hatte. Die Stellung auf dem Flugplatz Perleberg die S-75 hatte wurde später zu einer Radarstellung umgenutzt. Südlich vom Flugplatz Perleberg wurde dann eine Stellung mit Krug neu gebaut.

AndreM1965
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Re: FlaRak Wolchow Stellungen der Russen in Ostdeutschland

Beitrag: # 1095Ungelesener Beitrag AndreM1965
Mo 11. Jan 2021, 21:29

sapusk hat geschrieben: Mo 11. Jan 2021, 20:34
AndreM1965 hat geschrieben: Mi 2. Dez 2020, 11:32 Plus der Stellungen der Fla-Raketenregimenter (wahrscheinlich vier), welche der 16. Luftarmee unterstellt waren und später zur 157. und 163. Fla-Raketenbrigade umformiert und auf die S-125 umgerüstet wurden.
Diese vier Regimenter sind mit S-125 in die DDR verlegt worden. Wenig später erfolgte die Umformierung zu den genannten Brigaden. Aus Stendal, Stahnsdorf, Güstrow und Leipzig wurden Leipzig und Güstrow.
Danke für die Info (sowie für die restlichen). Das die Regimenter schon mit der S-125 in die DDR verlegt wurden, war mir unbekannt.

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Re: FlaRak Wolchow Stellungen der Russen in Ostdeutschland

Beitrag: # 1096Ungelesener Beitrag sapusk
Di 12. Jan 2021, 15:51

Auch diese Informationen kann man seit etwa 10 Jahren im Bundesarchiv in Koblenz einsehen. Die Regimentsnummen sind bis heute unbekannt geblieben. Die Stationierung erfolgte damals quasi Hals über Kopf und war eine Folge der Auswertung eines bekannten Konfliktes. Die Zuordnung der einzelnen Abteilungen zu den jeweiligen Regimentern ist im Detail unbekannt bzw. unbestätigt geblieben aber lässt sich grundsätzlich aus den Stationierungsorten ableiten. Der exakte Standort des Regimentsstabes ist mir im Falle Stendal leider verborgen geblieben. Vermutlich eine Kaserne im Stadtgebiet bzw. am Stadtrand. Nicht jedoch auf dem Flugplatz.
Aber wie schon darauf verwiesen, das hat alles nichts mit S-75 zu tun.

Übrigens lohnt ein Blick in das Buch von Hr Finke "Hüter des Luftraums". Hier werden die Hintergründe einiger Umstrukturierungen beschrieben. Es soll aber Fehler im Buch geben weil Dokumente nachkontrolliert wurden und sich diese Aussagen als Planungen heraus gestellt hatten. Auch im Buch "BND kontra Sowjetarmee" aus dem gleichen Verlag sind ein paar Stationierungsangaben zu den sowjetischen Wolchow zu finden.

Grundsätzlich wurden die Wolchow-Stellungen zum Schutz der Stationierungsorte angelegt. Nicht so wie die NVA es in Form von Gürteln oder Linien gemacht hatte. Die Wolchow-Regimenter gab es auf Ebene der Armeen und der Gruppe. Interessant sind die Wolchow-Stellungen an der Oder, hier ging es ganz offensichtlich um die Absicherung der Übergänge über die Oder. Aber damals ging es hinsichtlich der Struktur immer irgendwie hin und her. Oder aber der aktuelle Stand der westlichen Nachrichtendienste änderte sich jährlich weil sdie Erfassungen variierten bzw. diese neu interpretiert wurden. Manchmal ist auch einfach so eine Abteilung von einer Stadt zur nächsten verlegt worden. In der Rückschau wirkt das dann natürlich wie zwei vorhandene Stellungen.

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